Das große Interview zum Jahreswechsel mit Sven Zurawka – Teil 3

Du hast eben angesprochen, dass du viel unterwegs bist. Wie geht sich das denn mit deinem zu Hause aus?

Sven: Als allererstes muss ich ein riesiges Dankeschön an meine Frau richten. Sie hält mir so unglaublich den Rücken frei und sorgt dafür, dass ich mich auf das konzentrieren kann, was notwendig ist, um gerade hier beim ASV alles zu organisieren. Wir haben zwei kleine Kinder im Alter von zwei und vier Jahren, jeder, der selber Kinder hat oder hatte, der weis, welch Engagement es benötigt, um den Kindern ein wunderbares Umfeld zu bieten, in dem sie sich entfalten können. Genau das schafft meine Frau und dafür bin ich ihr zutiefst dankbar. Wir haben uns an der Sporthochschule kennen gelernt, sie hat also schon früh erfahren, wie fußballverrückt ich bin und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – haben wir uns für eine gemeinsame Zukunft entschieden. Wenn ich dann allerdings zu Hause bin, dann dafür umso intensiver, indem ich mir einfach bewusst die Zeit mit der Familie nehme, was mir unglaublich viel Kraft gibt, um dann wieder mit vollem Elan performen zu können.

Letzte Frage noch: Was ist Sven Zurawka für ein Mensch im Privaten?

Sven: Ich glaube, das kann ich mit einer lustigen Anekdote von Stefan Pröpster beantworten, der hat zu mir vor der Saison gesagt: „Sven du bist ein Mensch für ganz oder gar nicht. Ich hab das Gefühl, mit dir kann es nur entweder um den Aufstieg oder gegen den Abstieg gehen, dazwischen passt einfach nichts zu dir.“ Und damit hat er absolut recht, letztes Jahr sind wir (mit Rain am Lech) abgestiegen, dieses Jahr stehen wir nach etwas mehr als der Hälfte der Saison ganz oben drin, das fühlt sich natürlich richtig gut an. Ich bin auch grundsätzlich jemand, der sich richtig reinkniet, um beispielsweise meine A-Lizenz letztes Jahr zu machen, habe ich rund 35 Fortbildungen durchgezogen, sonst könnte ich heute gar nicht in der Form hier und heute dastehen.