
Nach einem wahnsinnigen Volksfest-Partie gegen die SpVgg Weiden, die so einige Nerven gekostet hat, geht unser ASV in die erste englische Woche. Dass diese mit einem mentalen Erfolgserlebnis trotz Punkteteilung begonnen hat, hat man einer Energieleistung und dem unbeändigen Willen dieser Mannschaft im zweiten Durchgang zu verdanken. bereits nach zehn Minuten glaubte man, die Messe sei bereits gelesen, denn mit den ersten beiden Torannäherungen gingen die Gäste just mit 0:2 in Führung. Fenniger war jeweils der Torschütze. Die erste Halbzeit war so ziemlich das Desolateste, was die Zuschauer in den letzten Jahren in Neumarkt ertragen mussten und so durften die Gäste kurz vor der Halbzeit auch noch den dritten Treffer nach einem Standard erzielen. Die 500 Zuschauer auf dem DJK Gelände sahen bereits die rote LAterne erneut kommen und kaum jemand glaubte so wirklich an eine Wende. Doch die ersten zehn Minuten nach dem Pausenpfiff kamen unsere Jungs direkt schwundvoll aus der Kabine, doch die Gästedefensive konnte jeden Ansatz letztendlich abwehren. Coach Drilon Asani ging voll ins Risiko und tauschte im zweiten Durchgang munter seine Elf und hatte mit Kurz und Schumm zwei goldrichtige Treffer bei seoinem Händchen, genauso wie seine Entscheidung, den emsigen, aber bis eine viertel Stunde vor Schluss glücklosen Noah Gebre auf dem Feld zu lassen. Die Weidener Gästefans sahen es Mitte des zweiten Durchgangs schon kommen: „Der macht das beste Spiel heute“. Und zehn Minuten vor Schluss sollte er dann auch die Aufholjagd einläuten. Nachdem er bereits den dritten direkten Gegenspieler gegen sich gestellt bekommen hatte, weil er die beiden ersten komplett müde gespielt hatte (den bemittleidenswerten Höfler musste Gästecoach Riester wegen Schwindelanfällen eine Viertelstunde nach dessen Einwechslung wieder erlösen – wir geben den heftigen Temperaturen von an die 40 Grad an diesem Nachmittag mal mindestens genauso viel Anteil wie den Dribblings des ASV Neuzugangs), setzte sich Gebre im Strafraum entscheidend durch, ging an die Grundlinie und bediente Josh Kurz, der aus dem Hinterhalt angerauscht kam und gekonnt vollendete. Der perfekte Zeitpunkt für dessen Premierentreffer. Plötzlich war richtig Feuer drin und sowohl die Jungs auf dem Feld als auch die Zuschauer merkten, dass die Gäste dem hohen Tempo der Partie heftigen Tribut zollen mussten. Wie der oft zitierte angeknockte Boxer taumelten die Weidener nun über den Rasen und unsere Adler bekamen die zweite und dritte Luft. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit konnte Eli Meyer am langen Eck einen Eckball abstauben und zum Anschluss einnetzen. Als der Schiri dann sechs Finger zum Anzeigen der Nachspielzeit hob – aufgrund der bei der WM als „Hydration Break“ bekannt gewordenen Trinkpause (die an unserem Volksfestheimspiel im Gegensatz zu den meisten WM-Spielen in Nordamerika absolut sinnig einzusetzen war) eine mehr als nachvollziehbare Entscheidung des gut leitenden Referees – ging nochmal der letzte Ruck durch das Team. in der 94. Spielminute setzte dann oben bereits erwähnter Elias Schumm zum unwiederstehlichen Dribbling an, versetzte der restlichen Verteidigung der Gäste noch Schwindelanfälle, die nun zu 90% auf das Konto des Flügelstürmers gingen und erzielte den emotional bejubelten Ausgleich für unsere Adler. Beinah hätte Selim Mjaki in der letzten Aktion des Spiels noch einen Strafstoß heraus holen können, doch dem Unparteiischen war es in der entsprechenden Situation zu wenig. Doch den einen Punkt hat man gern in Neumarkt behalten und konnte endlich auch wieder beweisen, dass die Offensive – die zuvor erst einen Treffer in der Liga erzielt hatte – wieder da ist.
Am Dienstag Abend haben unsere Jungs dann gleich die nächste Gelegenheit, ihre Treffsicherheit nochmal unter Beweis zu stellen und sich dann auch in der Defensive wieder etwas besser anzustellen. Der SV Fortuna Regensburg erwartet unsere Jungs zum Oberpfalzderby, bereits das zweite Weidersehen in dieser Spielzeit, machte das Pokal-Duell den Saisonauftakt vor wenigen Wochen. Hier musste man sich am Ende im Elfmeterschießen geschlagen geben. Im Ligaduell wollen wir es nun besser machen und vor lauter Emotion zum Ende des Volksfestheimspiels darf man nicht vergessen, dass noch sehr viel Arbeit auf unser Team wartet, um die Saisonziele erreichen zu können. Wir wünschen unseren Jungs jedenfalls eine gesunde Rückkehr und maximalen Erfolg in der Bezirkshauptstadt.